Welchen Beitrag kann Cannabidiol in der Schmerztherapie leisten?

Der Unterschied zwischen CBD und THC

CBD oder Cannabidiol ist ein pharmazeutisches Produkt, das aus dem oberen Pflanzenteil und aus der Blüte der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. Anders als das psychoaktive THC zählt CBD Öl zu den Nahrungsergänzungsmitteln. CBD dockt nicht an denselben Rezeptoren an wie das bekanntere Cannabinoid THC. Es untersteht nicht dem Betäubungsmittelgesetz, weil CBD im Gegensatz zu THC keine psychotrope Wirkung hat.

Das CBD Öl und seine Wirkung auf das Schmerzempfinden

CBD kann eine effektivere Nutzung der körpereigenen Endocannabinoide verursachen, indem es die Absorption von Anandamid reduziert und/oder verhindert. Anandamid ist an der Schmerzregulierung im menschlichen Körper beteiligt. So ist beispielsweise erforscht, dass ein erhöhter Anandamidspiegel im Blut die individuelle Schmerz-empfindung dämpfen und reduzieren kann.
Seit der Entdeckung des vielschichtigen endogenen Cannabinoid-Rezeptorsystems gilt es als erwiesen, dass Cannabinoide zahlreiche physiologische Wirkungen, wie Schmerzreduzierung, entfalten können. Schmerzrezeptoren, die sogenannten Nozizeptoren, befinden sich im gesamten menschlichen Körper. Die dort eintreffenden Reize und Informationen werden dann zum Rückenmark und zum Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie verarbeitet und interpretiert.

CBD und Schmerzmanagement

Generell unterscheidet die Medizin zwischen akuten und chronischen Schmerzen. Während die akuten Schmerzen als Warnsignale dienen, geht diese Warnfunktion bei chronischen Schmerzen, die per Definition mindestens drei Monate andauern, verloren. CBD nun kann durch seine Wirkung auf das Schmerzmanagement des menschlichen Körpers die Schmerztherapie ergänzen und unterstützen. Dabei ist es aufgrund seiner krampflösenden, entzündungshemmenden und nervenschützenden Eigenschaften sehr vielseitig anwendbar. Treffen CBD und Schmerzen aufeinander, ist eine Schmerzerleichterung und Reduktion mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

CBD Anwendung in der Schmerztherapie

Es kann rund um die Uhr verabreicht werden, da es keinerlei berauschende Wirkungen entfaltet. CBD kann konventionelle Schmerzmittel ergänzen, ersetzen und/oder reduzieren. Hanfextrakt-Öl kann sowohl innerlich, wie auch äußerlich angewendet werden. CBD löst sich nicht in Wasser, aber in Fetten. Häufig im Angebot sind fünf bis acht prozentige Extrakte, die mit hochwertigen Ölen verdünnt sind. Sie können tropfenweise eingenommen werden oder äußerlich zum Beispiel auf schmerzende Gelenke aufgetragen werden.

Nach zahlreichen positiven Erfahrungsberichten soll CBD mit gutem Erfolg schon angewendet worden sein unter anderem bei :
Migräne, Parkinson, rheumatischen Beschwerden, Arteriosklerose, Morbus Crohn, Arthritis, Multipler Sklerose, Depressionen, Alzheimer, Krebs, Epilepsie, Alzheimer, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Stress, Suchterkrankungen und Entzug, Hautkrankheiten, Phobien und chronischen Schmerzzuständen generell.
Zu Nebenwirkungen soll es bei der Anwendung von CBD Öl nur in sehr geringem Ausmaß kommen.

Fazit

Cannabidiol verfügt über ein sehr großes Linderungspotential gegen Schmerzen. Es wird ausgesprochen gut vom Körper resorbiert, weil im menschlichen Organismus ein natürliches Endocannabinoid- System bereits vorhanden ist. Dieses System kann mit Hilfe zweier unterschiedlicher Rezeptoren dafür sorgen, dass das CBD an das Nerven- und an das Immunsystem „andocken“ kann. CBD ist dadurch in der Lage bei diversen Schmerzuständen zu lindern und zu helfen.

Das natürliche Cannabinoid ist insbesondere dann von Vorteil, wenn andere Schmerzmittel schlecht vertragen werden. Bei der Verabreichung von CBD können Opioide und andere Analgetika, die in der Regel starke Nebenwirkungen haben, deutlich reduziert werden, oder langfristig sogar ganz abgesetzt werden und durch CBD ersetzt werden.